Delegationsreise nach Israel, 2019

Vom 4. bis 8. September 2019 hat die InterMedCon als Partner im WT.SH Netzwerk an der Delegationsreise nach Israel teilgenommen. Die WT.SH versteht sich als Angelpunkt für Wirtschaftsförderung und Technologietransfer in Schleswig-Holstein und hat beispielweise das Cluster Life Science Nord maßgeblich in der Gründung unterstützt.


Die jährlich stattfindenden Delegationen zu internationalen Hotspots medizinischer, technischer und gesellschaftlicher Innovation bieten aufstrebenden Unternehmen die Möglichkeit zur Perspektivenerweiterung im internationalen Kontext. Wir, die InterMedCon, freuen uns dabei nicht nur über neue potentielle geschäftliche und persönliche Kontakte (sowohl zu anderen Netzwerk Mitgliedern als auch unseren Gastgebern in Israel) sondern auch über die interkulturelle Bereicherung unserer Firmenphilosophie.


Israel ist in diesem Sinne eine besondere Inspiration: Weltweit berühmt für außerordentliche Start-Up Dynamik in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik repräsentiert dieses professionelle Umfeld eine beeindruckende Chance zum Voneinander-Lernen. Zum einen mit dem Wirtschaftsraum Schleswig-Holstein als Ganzes. Zum anderen jedoch auch mit uns als Schlüsselfigur für die Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems.


Ein zentraler Aspekt vieler israelischer Start-Ups ist die branchenübergreifende Vernetzung und der konsequent internationale Fokus. Wie während vieler Situationen im „Kulturprogramm“ unserer Delegationsreise deutlich wurde, nimmt der soziale Schwerpunkt israelischer Kultur einen wichtigen Einfluss auf Geschäftsbeziehungen sowie Familien zusammen von großen Speise-Platten essen und sich dabei laut und offen über Standpunkte und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft austauschen, pflegen Branchen wie Gastronomie, Gesundheit und Entertainment einen regen Austausch von (technologischer) Innovation. So werden Ideen schneller verbreitet und selbst sehr unterschiedlich wirkende Branchen profitieren voneinander. Internationaler Fokus, beispielsweise durch firmeninterne Standardsprache Englisch, erleichtert die Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen und Investoren.


Dr. rer. nat. Andreas Fiebig, Geschäftsführer der InterMedCon, im Austausch mit internationalen Partnern und unseren Gastgebern in Israel


Übergreifend für alle Innovationsentwicklung in Israel scheint der Antrieb zu stehen, bestehende Systeme und Prozesse zu verbessern. Yarden Leal vom Peres Zentrum für Frieden und Innovation in Tel-Aviv beschreibt diese Motivation folgendermaßen: „At the core of entrepreneurship is the belief that I can make a difference.“*


Als Projektplattform für richtungsweisende Technologien im Gesundheitswesen sehen auch wir uns dieser treibenden Kraft verpflichtet. Den branchenübergreifenden Austausch zur Bereicherung aller Partner zu stärken und das zukunftsgerichtete Blickfeld stetig weltweit auszuweiten, steht dabei im Zentrum jeglicher professioneller Zusammenarbeit. Unsere Delegationsreise 2019 hat uns in diesem Sinne weiter bestärkt und neue Denkanstöße gegeben.


*siehe auch: „In the Heart of Israel’s ‘Start-up Nation,’ an Exclusive Scene Opens Up“, The New York Times, 15.2.20, https://www.nytimes.com/2020/02/14/travel/14TelAviv-israel-technology.html